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Öffentliche Vorträge

Das HEPHY bietet eine Reihe von Vorträge an, die sich an das interessierte Publikum richten. Angeboten werden sowohl Vorträge für Schülerinnen und Schüler als auch für die breite Öffentlichkeit als Rahmenprogramm zu unseren Ausstellungen, als Beiträge zu verschiedenen wissenschaftlichen Events und auch nach Einzelvereinbarung.

Das Wiener Institut lädt auch immer wieder Gastwissenschafterinnen und Gastwissenschafter für öffentliche Vorträge ein.


Dunkle Materie beleuchtet

Termin: Donnerstag, 25. Jänner 2018 um 19:00 Uhr

Ort: Planetarium Wien, Oswald Thomas Platz, 1020 Wien

Vortragender: Josef Pradler, HEPHY

Ein Großteil der Materie im Kosmos ist dunkel und aus einer Substanz aufgebaut, die bislang keiner kennt, der "Dunklen Materie". Woraus besteht sie, wodurch ist sie im Urknall entstanden und wie versuchen Teilchenphysiker sie heute im Labor nachzuweisen? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich Josef Pradler, theoretischer Physiker des Instituts für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, in seinem Vortrag zu einem der spannendsten Forschungsfelder der modernen Physik.

Grafik: HEPHY/grafische kooperative


LHC - Die größte Maschine der Welt

Termin: Freitag, 29. September 2017 um 18:30 Uhr

Ort: TGM, Wexstraße 19-23, 1200 Wien

Vortragender: Thomas Bergauer, HEPHY

In diesem Vortrag präsentiert Thomas Bergauer nach einer kurzen Einführung über die physikalischen Hintergründe speziell die Technik dieses wissenschaftlichen Apparates: Um welche Teilchen geht es eigentlich? Wie beschleunigt man diese Teilchen? Was passiert, wenn die Teilchen zusammenstoßen? Was hat das alles mit dem Urknall zu tun? Dazu wird das Compact Myon Solenoid (CMS) Experiment präsentiert, das versucht, Antworten auf diese Fragen zu liefern. Zu diesem Zweck zeichnet es auf, was bei den Teilchenkollisionen im LHC passiert. Daraus können Wissenschaftler, wie der Vortragende, Rückschlüsse auf neue und bisher unentdeckte Elementarteilchen ziehen. Die technischen Hürden auf dem Weg dort hin, wie zum Beispiel die Handhabung enorm hoher Datenmengen, werden in dieser Präsentation dargestellt. Der Vortrag schließt mit einigen Beispielen, die zeigen, dass viele Techniken und Methoden, die ursprünglich für die Grundlagenforschung entwickelt wurden, mittlerweile aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind.

CR Foto: CERN/Fotograf Michael Hoch


Wie dunkel ist Dunkle Materie

Termin: Donnerstag, 28. September 2017 um 15:45 Uhr

Ort: Atominstitut der TU Wien, Hörsaal (Erdgeschoß), Stadionallee 2, 1020 Wien

Vortragender: Lukas Semmelrock, HEPHY

In einer sternenklaren Nacht sehen wir eine Vielzahl von Sternen. All das, was man sehen kann, macht aber nur einen Bruchteil dessen aus, woraus unser Universum aufgebaut ist. Zu einem viel größeren Anteil ist die sogenannte Dunkle Materie in unserem Universum enthalten - dunkel, weil wir sie nicht sehen können. Aber warum wissen wir, dass es Dunkle Materie gibt, wenn wir sie nicht sehen und wie können wir etwas über ihre Eigenschaften herausfinden?

Ein Programmpunkt des LehrerInnentag 2017 der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft ist "Young-Minds-Vorträge für Schulklassen. Die Vorträge finden von ca. 14.45 bis 16.15 Uhr im Hörsaal des Atominstituts der TU Wien, Stadionalle 2, 1020 Wien statt. Der Eintritt ist für alle Interessierte frei, es wird jedoch um Anmeldung gebeten, da die Plätze im Hörsaal begrenzt sind. Anmeldung bitte an ym@oepg.at.

Mehr Informationen über diese Veranstaltung finden Sie hier.

CR Bild: HEPHY/Josef Pradler

Wohin die Anti-Materie im Universum verschwunden ist

Termin: Mittwoch, 7. Juni 2017 um 18:30 Uhr

Ort: Vortragssaal des Naturhistorischen Museum

Vortragender: Christoph Schwanda, HEPHY

In der Teilchenphysik gibt es zu jedem Teilchen ein Spiegelteilchen, z.B. zum Elektron das Positron. Ganze Atome, Moleküle oder sogar makroskopische Objekte lassen sich aus diesen Anti-Teilchen zu Anti-Materie zusammenbauen. Nur: Die Astronomen finden keinen Hinweis auf diese Anti-Materie im heutigen Universum. Wohin ist sie also verschwunden, wenn gemäß den Gesetzen der Teilchenphysik Materie und Anti-Materie zu gleichen Teilen beim Urknall entstanden sind?

Man nimmt heute an, dass tatsächlich etwas mehr Materie als Anti-Materie im frühen Universum vorhanden war, sodass nach Abkühlung des Universums und Annihilation von Teilchen und Anti-Teilchen nur mehr dieser kleine Rest heute vorhanden ist. Damit etwas mehr Teilchen als Anti-Teilchen im frühen Universum entstehen, muss es auf elementarer Ebenen einen Unterschied zwischen einem Teilchen und seinem Spiegelbild geben, den man wissenschaftlich als die sogenannte CP-Verletzung bezeichnet.

Das japanische Belle-Experiment, an dem das österreichische Institut für Hochenergiephysik der ÖAW maßgeblich beteiligt ist, hat wesentliche Beiträge zur Erforschung der CP-Verletzung geliefert, die durch den Physik-Nobelpreis 2008 an Makoto Kobayashi und Toshihide Maskawa gewürdigt wurden. In diesem Vortrag erläutert Christoph Schwanda die Ergebnisse dieses Experiments und die österreichischen Beiträge zum Belle-Experiment.

CR Foto: KEK


The highest energy particles are from the sky

Termin: Donnerstag, 4. Mai 2017 um 17:00 Uhr

Ort: Vortragssaal des Naturhistorischen Museum

Vortragender: Prof. Sijbrand de Jong, President of CERN Council, Pierre Auger Observatory

The highest energy elementary particles are found in cosmic rays. These particles are produced somewhere in the universe after which some of them hit the Earth's atmosphere and few of those are detected by men. To still see a few of the highest energy cosmic rays requires very large observatories, such as the 3000 square kilometer Pierre Auger Observarory. Over the past century many remarkable facts on cosmic rays have been found. But for those at the highest energies the fundamental questions: What are they? Where they come from? and How they were produced?, offer a lively field of research.

Foto: NHM Wien, Kurt Kracher


"Illuminati - Fiktion & Fakten" von Markus Friedl

Termin: Mittwoch, 22. März 2017 um 18:30 Uhr

Ort: Vortragssaal des Naturhistorischen Museum

Vortragender: Markus Friedl, HEPHY

Im Buch und Film Illuminati (Original: Angels & Demons) spielt Antimaterie, die am Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) des CERN hergestellt wurde, eine dramatische Rolle: sie droht als Zeitbombe den Vatikan zu vernichten. Doch wie realistisch ist solch ein Szenario? Könnte Antimaterie vom CERN tatsächlich gefährlich werden, wenn sie Terroristen oder anderen dunklen Mächten in die Hände fällt?
Diese Fragen werden im Vortrag von Markus Friedl, Elektrotechniker am Institut für Hochenergiephysik, ausführlich behandelt. Darüber hinaus wird das Forschungsinstitut CERN vorgestellt - mit den zahlreichen Superlativen des echten LHC, die in Illuminati gar nicht vorkommen.

Foto: CERN


"Physik trifft Medizin" von Ulrike Mock und Thomas Schreiner

Termin: Mittwoch, 8. März 2017 um 18:30 Uhr

Ort: Vortragssaal des Naturhistorischen Museum

Vortragende: Ulrike Mock und Thomas Schreiner, MedAustron, Wr. Neustadt

In Wiener Neustadt entsteht mit MedAustron eines der modernsten Zentren für Ionentherapie und Forschung. Die Ionentherapie ist eine innovative Form der Strahlentherapie zur Krebsbehandlung, bei der die Bestrahlung mittels geladener Teilchen - Protonen oder Kohlenstoffionen - erfolgt. Diese Therapiemethode verdanken wir der Teilchenphysik: die besonderen Eigenschaften der Ionen ermöglichen es, die nötige Strahlendosis präzise im Tumor zu platzieren und dadurch das umliegende Gewebe besser zu schonen.  Um diese Form der Bestrahlung sowohl mit Protonen als auch mit Kohlenstoffionen zu ermöglichen, ist ein Teilchenbeschleuniger nötig, der bei MedAustron in enger Zusammenarbeit mit dem Europäischen Kernforschungszentrum CERN entwickelt wurde. Neben der medizinischen Anwendung wird an der MedAustron-Beschleunigeranlage auch nichtklinische Forschung betrieben werden. Dabei wird ein breites Spektrum an Forschungsprogrammen in der medizinischen Strahlenphysik und Strahlenbiologie bearbeitet. Auch auf dem Gebiet der Experimentalphysik wird die Beschleunigeranlage einen starken Impuls liefern.
Wie funktioniert die Ionentherapie? Wie kann man sich den Teilchenbeschleuniger bei MedAustron vorstellen? Diese und noch mehr Fragen werden die Medizinerin Univ.-Doz. Dr. Ulrike Mock und der Physiker Mag. DI Dr. Thomas Schreiner in ihrem Vortrag beleuchten.

Foto: MedAustron


"Alles Quark? - Das Standardmodell der Teilchenphysik" von Jochen Schieck

Termin: Mittwoch, 11. Jänner 2017 um 18:30 Uhr

Ort: Vortragssaal des Naturhistorischen Museum

Vortragender: Jochen Schieck, HEPHY und TU Wien

Die Frage nach den fundamentalen Bausteinen der Materie beschäftigt die Menschheit schon seit der Antike. In der Vergangenheit ist die Anzahl der als fundamental betrachteten Bausteine mit verbesserten Nachweismethoden stetig angestiegen, solange bis neu entwickelte physikalische Theorien Symmetrien zwischen den einzelnen Bausteinen aufdeckten und mehrere Bausteine zu wenigen, fundamentaleren Bausteinen gruppiert wurden. In der modernen Physik werden die uns bekannten fundamentalen Bausteine der Materie, die Quarks und die Leptonen, durch das Standardmodell der Teilchenphysik beschrieben. Die Wechselwirkungen zwischen diesen Bausteinen werden durch den Austausch von fundamentalen Bausteinen beschrieben. Im Vortrag werden die Methoden der Teilchenphysik vorgestellt und das Standardmodell mit seinen Bestandteilen diskutiert.

Foto: CERN; Photograph: T. McCauley; L. Taylor


"Cosmic ripples from black holes and the big bang" von Marc Kamionkowski

Termin: Donnerstag, 1. Dezember um 18:30 Uhr

Ort: Vortragssaal des Naturhistorischen Museum

Vortragender: Marc Kamionkowski, John Hopkins University, Baltimore

Vortrag in englischer Sprache.

Vor 100 Jahren sagte Einstein etwas vorher, das lange Zeit nicht direkt beobachtet werden konnte: Beschleunigte Massen lösen Wellen aus. Albert Einstein nannte sie Gravitationswellen. Sie verursachen Stauchungen und Streckungen von Abständen und verändern somit den Raum selbst. Am 14. September 2015 gelang es, Gravitationswellen mit Detektoren direkt nachzuweisen. Diese aufgezeichneten Wellen stammen aus der Kollision zweier Schwarzer Löcher, die bereits über eine Milliarde Jahre zurückliegt. Der theoretische Physiker und Kosmologe Marc Kamionkowski erklärt dieses Phänomen und präsentiert Theorien, die Schwarze Löcher mit Dunkler Materie in Verbindung bringen. Weiters stellt er aktuelle Forschungsprojekte und laufende Experimente vor, die versuchen, Gravitationswellen aus der Zeit des Urknalls nachzuweisen.

Foto: Credits: R. Hurt/Caltech-JPL


"CMS - The Art of Science" von Michael Hoch

Termin: Mittwoch, 19. Oktober 2016 um 18:30 Uhr

Ort: Vortragssaal des Naturhistorischen Museum

Vortragender: Michael Hoch, CERN

Führung: Marko Dragicevic, HEPHY

Der Physiker als Künstler: Michael Hoch fotografierte die einzigartige Wunderkammer der Wissenschaft CMS (Das Compact-Muon-Solenoid-Experiment) am Forschungszentrum CERN in Genf. Der Fotoband "CMS - The Art of Science" ist im März 2016 in der Edition Lammerhuber erschienen. Buchpräsentation und Vortrag von Michael Hoch, anschließend Kurzführungen mit dem Teilchenphyiker Marko Dragicevic in der Ausstellung "Wie alles begann. Von Galaxien, Quarks und Kollisionen".

Foto: Michael Hoch